AAndrea
Kennt wer eine Putzerei rund um Mistelbach, die auch Vorhänge nimmt?
Alter Kasten, durchgelegene Matratze, kaputter Rasenmäher: Was davon Sperrmüll ist, was extra abgegeben wird und wie Sie in Niederösterreich ohne zweite Fahrt alles loswerden.
Sperrmüll sind sperrige Dinge aus dem Haushalt, die nicht in die Restmülltonne passen, etwa Möbel, Matratzen und Teppiche. Elektrogeräte, Batterien und Problemstoffe geben Sie getrennt ab. Entsorgt wird über das Altstoffsammelzentrum (ASZ) Ihres Abfallverbands oder eine Sperrmüllsammlung der Gemeinde; Tarife und Öffnungszeiten legt jeder Verband selbst fest.
Wer in Niederösterreich einen alten Kasten, eine durchgelegene Matratze oder den kaputten Rasenmäher loswerden will, landet früher oder später am Mistplatz. Bevor Sie den Anhänger beladen, lohnt ein Blick darauf, was überhaupt als Sperrmüll gilt und was am Platz in eigene Container gehört.
Sperrmüll ist Abfall aus dem Haushalt, der wegen seiner Größe oder seines Gewichts nicht in die Restmülltonne passt. Typisch sind:
Was nicht dazugehört, wird am ASZ in eigenen Containern oder Boxen gesammelt. Manche Verbände trennen auch Altholz, Metall und Flachglas noch einmal vom restlichen Sperrmüll. Die Mitarbeiter am Platz sagen Ihnen, in welchen Container was kommt.
Alles mit Stecker, Akku oder Batterie ist kein Sperrmüll. Die NÖ Umweltverbände unterscheiden Kleingeräte, deren längste Seite kürzer als 50 cm ist, und Großgeräte wie Waschmaschine, Kühlschrank oder E-Herd. Kaputte Elektrogeräte können Sie laut den Verbänden kostenlos an den Sammelstellen abgeben oder beim Kauf eines neuen Geräts direkt im Geschäft. Nehmen Sie vorher Batterien und Akkus heraus und kleben Sie offene Pole mit Isolierband ab.
Lithium-Akkus aus Handys, E-Bikes, Werkzeug oder Einweg-E-Zigaretten können im Müllfahrzeug oder im Container Brände auslösen. Gerätebatterien nimmt jedes Geschäft, das solche Batterien verkauft, kostenlos zurück, auch ohne Neukauf. Im ASZ oder WSZ geben Sie sie ebenfalls kostenlos ab.
Farben, Lacke, Kleber, Verdünnung, Altöl, Pflanzenschutzmittel und Altmedikamente sind gefährliche Abfälle aus dem Haushalt. Sie gehören weder in den Restmüll noch ins WC, sondern zur Problemstoffsammlung im ASZ oder zu den Sammelterminen Ihrer Gemeinde. Bringen Sie sie möglichst in der Originalverpackung, damit klar ist, was drin ist.
Quelle: NÖ Umweltverbände, Elektroaltgeräte und Problemstoffe, abgerufen 10/2026
Je nach Gegend heißt die Sammelstelle Altstoffsammelzentrum (ASZ), Wertstoffzentrum (WSZ) oder, wie in Klosterneuburg, Recyclinghof. Betrieben wird sie von der Gemeinde oder vom Abfallverband: Laut den NÖ Umweltverbänden sind 560 Gemeinden in 22 regionalen Verbänden organisiert, oft unter dem Kürzel GVU. In der Regel dürfen Sie nur die Sammelstellen Ihres eigenen Verbands nutzen. Welcher Verband für Ihren Bezirk zuständig ist, finden Sie in unserer Übersicht Abfallverbände und ASZ nach Bezirk.
Quelle: die NÖ Umweltverbände, „Die Verbände“, abgerufen 10/2026
Mehrere Verbände steuern die Einfahrt inzwischen elektronisch. Ein Beispiel ist der Bezirk Melk: Der GVU Melk stellt seine Wertstoffzentren schrittweise auf eine persönliche ServiceCard um. Begonnen hat das WSZ Pöchlarn am 25. Juli 2026, die übrigen Standorte sollen bis 2028 folgen. Eigentümer eines Einfamilienhauses bekommen die Karte per Post, Mieterinnen und Mieter beantragen sie kostenlos über ein Online-Formular. Alternativ funktioniert der Zutritt über die App GEM2GO. Entsorgungskosten werden auf der Karte gebucht und monatlich verrechnet, eine verlorene Karte kostet 18 € Nachbestellung.
Klosterneuburg arbeitet mit der „Poldi Card“, mit der der Recyclinghof zusätzliche Öffnungszeiten anbietet. Fragen Sie vor der ersten Fahrt nach, ob Ihr ASZ so eine Karte verlangt. Ohne sie stehen Sie sonst vor dem Schranken.
Quelle: GVU Melk, ServiceCard, Stadtgemeinde Klosterneuburg, Recyclinghof, abgerufen 10/2026
Einheitliche Preise für ganz Niederösterreich gibt es nicht. Jeder Verband legt fest, was im Abfallwirtschaftsbeitrag schon enthalten ist und was am ASZ extra kostet. Häufig sind Altstoffe wie Papier, Glas oder Metall frei, während Sperrmüll, Bauschutt oder größere Mengen Grünschnitt nach Gewicht, Volumen oder pauschal verrechnet werden. Die aktuelle Tarifliste steht auf der Website des Verbands oder hängt am ASZ aus.
Schauen Sie dort auch nach Mengengrenzen pro Tag oder Fahrt. Wer ein ganzes Haus räumt, kommt mit dem Pkw-Anhänger schnell an diese Grenzen und muss mehrmals fahren.
Viele Verbände und Gemeinden bieten eine Sperrmüllsammlung an: entweder als Termin im Abfallkalender, an dem Sie angemeldete Stücke vor das Haus stellen, oder als Abholung auf Bestellung. In Klosterneuburg etwa holt die Stadt laut eigener Angabe zweimal im Jahr bis zu drei sperrige Stücke nach Anmeldung kostenlos ab. Wie das bei Ihnen geregelt ist, steht auf der Website Ihrer Gemeinde.
Bei einer ganzen Wohnung, einem Dachboden voller Möbel oder wenn niemand mehr tragen kann, ist eine Entrümpelungsfirma meist einfacher. Sie räumt, trägt, fährt zum Entsorger und rechnet die Gebühren mit ab. Was eine Räumung ungefähr kostet, rechnen Sie mit dem Entrümpelungsrechner grob durch. Firmen in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel für Wiener Neustadt, St. Pölten oder Amstetten.
Funktionierende Geräte und gut erhaltene Möbel müssen nicht in den Container. Viele Sammelstellen nehmen Brauchbares für die ReUse-Sammlung an, soziale Einrichtungen bereiten es auf und verkaufen es weiter. Auf der Plattform sogutwieneu.at der NÖ Umweltverbände können Sie Dinge regional verkaufen oder verschenken.
Vor der Fahrt: Möbel zerlegen, Schrauben und Beschläge in ein Sackerl, Elektrogeräte und Problemstoffe in eigene Kisten. Am ASZ geht das Abladen dann in wenigen Minuten.
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Sperrmüll sind Abfälle aus dem Haushalt, die wegen ihrer Größe oder ihres Gewichts nicht in die Restmülltonne passen, etwa Möbel, Matratzen, Teppiche oder große Kunststoffteile. Elektrogeräte, Batterien und Problemstoffe zählen nicht dazu.
Elektro- und Elektronikgeräte, Batterien und Akkus, Farben, Lacke, Öle und andere Problemstoffe sowie Bauschutt. Diese Abfälle werden am Altstoffsammelzentrum getrennt übernommen.
Keiner in der Sache: Altstoffsammelzentrum (ASZ) und Wertstoffzentrum (WSZ) sind die Namen, die die Abfallverbände verwenden, Mistplatz ist das umgangssprachliche Wort. Gemeint ist die Sammelstelle Ihrer Gemeinde oder Ihres Verbands.
Das legt jeder Abfallverband selbst fest. Manche Mengen sind über die Abfallgebühr abgedeckt, darüber hinaus wird nach Gewicht, Volumen oder pauschal verrechnet. Die gültige Tarifliste veröffentlicht der Verband.
Viele Gemeinden und Verbände bieten Sperrmüllsammlungen nach Termin oder eine Abholung auf Anmeldung an, teils kostenlos in begrenzter Menge. Die Bedingungen unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde.
Am ASZ wird so weit wie möglich nach Holz, Metall und Restsperrmüll getrennt, damit Material verwertet werden kann. Was sich nicht verwerten lässt, wird als Restsperrmüll entsorgt. Brauchbares geht, wo es eine ReUse-Sammlung gibt, an soziale Einrichtungen.
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Ob Reinigungsfirma, Hausbetreuer oder erfahrene Haushaltshilfe: Schreiben Sie aus der Praxis für Leserinnen und Leser in Niederösterreich.
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