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Tigermücke und Gelsen: Brutstätten in Garten und Haus beseitigen

Die Asiatische Tigermücke ist in allen Bundesländern nachgewiesen. Sie brütet in kleinsten Wasserstellen, oft direkt neben der Terrasse. Was Sie in Garten und Haus tun können, damit Gelsen keine Kinderstube finden.

Metallschüssel mit Regenwasser im Garten
Kurz gesagt

Die Asiatische Tigermücke ist klein, schwarz mit weißen Streifen und sticht auch tagsüber. Sie brütet in kleinen Wasseransammlungen wie Regentonnen, Untersetzern, Gießkannen oder verstopften Dachrinnen. Am wirksamsten ist laut AGES, stehendes Wasser regelmäßig auszuleeren, Behälter abzudecken und Rinnen sauber zu halten. Verdächtige Tiere melden Sie über die App Mosquito Alert.

Gelsen gehören zum Sommer in Niederösterreich, besonders an der Donau, an der March und in Gärten mit viel Wasser. Seit einigen Jahren ist eine Art dazugekommen, die anders lebt als die heimischen Gelsen: die Asiatische Tigermücke. Sie braucht keinen Teich, ihr reicht ein Untersetzer.

Die Tigermücke in Österreich

Die AGES überwacht seit 2011 die Ausbreitung gebietsfremder Gelsenarten. 2022 wurde die Tigermücke im Rahmen dieses Monitorings erstmals in allen Bundesländern gefunden. Etablierte Populationen, die den Winter überstehen, gibt es laut AGES bisher in Teilen von Wien, Graz und Linz. Der Bericht zum Monitoring 2025 hält fest, dass sich die Art in diesen drei Städten in den letzten Jahren räumlich deutlich ausgebreitet hat und an Autobahnraststationen häufig gefunden wird, also entlang der Verkehrswege.

Wer im Umland von Wien oder nahe an großen Durchzugsstraßen wohnt, sollte deshalb besonders auf die Tigermücke achten.

Quelle: AGES, Asiatische Tigermücke und AGES, Ovitrap-Monitoring 2025, abgerufen 10/2026

Wie gefährlich sind Riesenzecke und Tigermücke? - Thema des TagesVideo: DER STANDARD auf YouTube · Beim Abspielen werden Daten an YouTube (Google) übertragen, siehe Datenschutz.

Woran erkennt man die Tigermücke?

Die AGES beschreibt die Tigermücke als schwarze, robuste Mücke mit weißen Markierungen. Typisch sind:

  • eine weiße Linie mitten auf dem Rücken
  • weiß geringelte Beine
  • geringe Größe, meist kleiner als eine heimische Hausgelse
  • Stiche auch tagsüber, nicht nur in der Dämmerung

Ähnlich sieht die Asiatische Buschmücke aus, die laut AGES inzwischen ebenfalls in allen Bundesländern vorkommt. Sicher bestimmen lässt sich eine Mücke nur von Fachleuten. Dafür gibt es die kostenlose App Mosquito Alert: Sie fotografieren das Tier, Expertinnen und Experten bestimmen es, und die Meldung fließt in das Monitoring ein.

Wo brüten Gelsen?

Die Tigermücke ist ein sogenannter Containerbrüter. Sie legt ihre Eier knapp über der Wasserlinie in kleinen Behältern ab. Die AGES nennt als typische Brutstätten im Haushalt:

  • Regentonnen
  • Vogeltränken
  • Gießkannen und Kübel
  • Untersetzer von Blumentöpfen
  • Flaschen, Gläser und andere Gefäße im Freien
  • Dachrinnen, in denen Wasser stehen bleibt
  • gelagerte Autoreifen, in denen sich Regenwasser sammelt

Dazu kommen Stellen, an die man selten denkt: Planen über Brennholz oder Gartenmöbeln, Spielzeug im Sandkasten, verstopfte Hofabläufe oder Lichtschächte.

Was hilft gegen Gelsen im Garten?

Einmal pro Woche: Wasser ausleeren

Die wichtigste Maßnahme kostet nichts. Leeren Sie Untersetzer, Kübel, Gießkannen und Vogeltränken mindestens einmal pro Woche aus und reiben Sie die Innenwand kurz ab, damit auch die Eier am Rand weg sind. Was Sie nicht brauchen, drehen Sie um oder räumen Sie weg.

Regentonne abdecken

Eine Regentonne ist im Garten praktisch, für Gelsen aber auch ein Brutplatz. Ein dicht schließender Deckel oder ein feines Netz über der Öffnung verhindert, dass Weibchen ihre Eier ablegen. Kontrollieren Sie auch den Zulauf vom Fallrohr.

Dachrinne und Abläufe sauber halten

Laub und Schmutz stauen Wasser in der Rinne, und dort entsteht unbemerkt eine Brutstätte auf Dachhöhe. Eine gereinigte Rinne mit freiem Fallrohr läuft nach dem Regen leer. Wie das geht und wann sich eine Firma lohnt, lesen Sie in Dachrinnenreinigung am Einfamilienhaus. Betriebe finden Sie unter Dachrinnenreinigung in Niederösterreich, mit dem Preisrechner Dachrinnenreinigung schätzen Sie die Kosten ab.

Teiche und Biotope

In einem Gartenteich mit Fischen, Libellenlarven und anderen Tieren haben Gelsenlarven natürliche Feinde. Kritischer sind kleine, stehende Wasserflächen ohne Leben, etwa ein nicht genutzter Pool unter einer Plane.

Schutz vor Stichen

Gegen Stiche helfen Fliegengitter an Fenstern und Türen, lange, helle Kleidung und Mückenschutzmittel für die Haut nach Gebrauchsanweisung. Eine Gelse im Schlafzimmer jagen Sie am besten vor dem Schlafengehen mit Licht und Fliegenklatsche. Bei starken Reaktionen auf einen Gelsenstich oder Krankheitszeichen nach einer Reise wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt. Medizinischen Rat gibt dieser Artikel nicht.

Wird ein Garten zur Gelsenplage, kann ein Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung die Brutstätten beurteilen. In Wohnhausanlagen kümmert sich oft die Hausbetreuung um Abläufe, Rinnen und Lichtschächte.

Tipp: Gehen Sie nach einem Gewitter einmal mit offenen Augen durch den Garten. Überall, wo am nächsten Tag noch Wasser steht, kann eine Woche später eine neue Gelsengeneration schlüpfen.

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Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine Tigermücke?

Die Tigermücke ist klein, schwarz und hat weiße Markierungen, vor allem eine weiße Linie auf dem Rücken und weiß geringelte Beine. Anders als viele heimische Gelsen sticht sie auch tagsüber.

Gibt es die Tigermücke in Niederösterreich?

Laut AGES wurde die Tigermücke 2022 erstmals in allen Bundesländern gefunden. Etablierte Populationen gibt es bisher in Teilen von Wien, Graz und Linz; gefunden wird sie auch entlang der Verkehrswege, etwa an Autobahnraststationen.

Wo brütet die Tigermücke?

In kleinen Wasseransammlungen: Regentonnen, Vogeltränken, Gießkannen, Kübeln, Untersetzern, Flaschen, verstopften Dachrinnen und alten Autoreifen.

Was hilft gegen Gelsen im Garten?

Stehendes Wasser mindestens einmal pro Woche ausleeren, Regentonnen dicht abdecken, Dachrinnen und Abläufe sauber halten und nicht benötigte Gefäße wegräumen oder umdrehen.

Wo melde ich eine Tigermücke?

Über die kostenlose App Mosquito Alert. Sie laden ein Foto hoch, Fachleute bestimmen das Tier, und die Meldung fließt in das Gelsen-Monitoring der AGES ein.

Ist eine Regentonne ein Problem?

Eine offene Regentonne ist eine ideale Brutstätte. Mit dicht schließendem Deckel oder feinem Netz können Gelsen keine Eier ablegen.

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