AAndrea
Kennt wer eine Putzerei rund um Mistelbach, die auch Vorhänge nimmt?
Kleine runde Löcher im Kasten, feines Mehl auf dem Boden: Der Holzwurm sitzt gern in alten Möbeln, im Dachstuhl und im Stadl. So erkennen Sie, ob er noch frisst, und so werden Sie ihn wieder los.
Aktiver Holzwurmbefall zeigt sich an frischem, hellem Bohrmehl unter runden Löchern von 1 bis 2 Millimetern. Kleine Möbelstücke lassen sich mit Wärme behandeln, etwa mehrere Stunden bei 55 °C. Bei tragenden Balken im Dachstuhl oder im Stadl gehört die Behandlung in die Hand eines Fachbetriebs, der auch die Tragfähigkeit beurteilt.
Wer in Niederösterreich ein altes Bauernhaus, einen Vierkanthof oder auch nur Großmutters Bauernkasten geerbt hat, stößt früher oder später auf kleine runde Löcher im Holz. Nicht jedes Loch bedeutet ein Problem: Oft ist der Befall Jahrzehnte alt und längst erloschen. Es kommt darauf an, ob der Holzwurm noch aktiv ist.
Hinter dem Holzwurm steckt meist die Larve des Gemeinen Nagekäfers. Der Käfer selbst ist laut dem deutschen Umweltbundesamt 3 bis 5 Millimeter lang und dunkelbraun, seine weißlichen Larven werden bis zu 7 Millimeter groß. Sie fressen sich im Inneren des Holzes durch und bleiben dort im Mittel zwei Jahre, in altem Holz auch bis zu zehn Jahre. Erst der fertige Käfer nagt sich nach außen und hinterlässt ein rundes Ausflugloch von etwa 1 bis 2 Millimetern.
Die Larven brauchen Feuchtigkeit: das Umweltbundesamt nennt eine Holzfeuchte von mindestens 10 bis 12 Prozent und eine relative Luftfeuchte von mindestens 60 Prozent. Deshalb sind gut beheizte Wohnräume selten betroffen. Gefährdet sind dagegen kühle, feuchte, wenig genutzte Räume:
Quelle: Umweltbundesamt (Deutschland), Gemeiner Nagekäfer, abgerufen 10/2026
Alte Löcher mit dunklen, verwitterten Rändern und ohne frisches Mehl sind meist ein Zeichen für einen erloschenen Befall. Auf einen aktiven Holzwurm deuten hin:
Laut einem Infoblatt des Fachbereichs Kunst der Diözese Linz fliegen die Käfer je nach Wetter von März bis August, meistens von Mai bis Juli. Ein einfacher Test: Legen Sie dunkles Papier unter das verdächtige Stück und schauen Sie nach ein bis zwei Wochen nach, ob neues Mehl liegt. Kontrollieren Sie auch Rückseiten, Laden und selten geöffnete Fächer.
Quelle: Diözese Linz, Fachbereich Kunst, „Holzschädlinge erkennen und handeln“, abgerufen 10/2026
Bei Möbeln und kleineren Holzteilen ist Wärme die schonendste Methode. Das Umweltbundesamt beschreibt, dass kleine Objekte mehrere Stunden auf 55 °C erhitzt werden. Das gelingt zu Hause kaum gleichmäßig, Fachbetriebe arbeiten dafür mit Wärmekammern. Schon das Umstellen in einen dauerhaft beheizten Raum hilft, weil das Holz austrocknet und die Larven schlechter gedeihen.
Flüssige Mittel werden mit einer Spritze in die Löcher gegeben oder auf rohe Rückseiten gestrichen. Sie sind giftig: Arbeiten Sie nur in gut gelüfteten Räumen, mit Handschuhen, und rechnen Sie damit, dass die Mittel lange ausdünsten können. Auf bemalten oder lackierten Flächen können sie Farbe verändern. Bei wertvollen, bemalten Stücken oder bei Objekten unter Denkmalschutz gehört die Behandlung zu Restauratorinnen und Restauratoren; das Bundesdenkmalamt nennt geeignete Fachleute.
Tragen Sie befallene Möbel nur verpackt durch das Haus, damit keine Käfer in andere Räume gelangen. Den Staubsauger leeren Sie nach dem Absaugen von Bohrmehl gleich aus. Wird ein Stück nicht mehr gebraucht, geht es als Sperrmüll oder Altholz zum Altstoffsammelzentrum; wie das funktioniert, steht in Sperrmüll entsorgen in Niederösterreich.
Im Dachstuhl geht es um die Statik: Ein lange aktiver Befall kann die Tragfähigkeit von Sparren und Pfetten schwächen. Hier rät das Umweltbundesamt bei tragenden Holzteilen ausdrücklich zu einer Fachfirma. Gehen Sie so vor:
Schädlingsbekämpfung ist in Österreich ein reglementiertes Handwerk. Fragen Sie im Angebot nach dem Verfahren, der Dauer und danach, ob und wann die Räume wieder genutzt werden dürfen. Betriebe finden Sie unter Schädlingsbekämpfung in Niederösterreich.
Feuchtigkeit ist der wichtigste Hebel. Die Diözese Linz empfiehlt in ihrem Infoblatt, bei kühlem und trockenem Wetter zu lüften, etwa in den Morgenstunden, und nicht bei Regen. Holzböden werden nur nebelfeucht gewischt, Möbel stehen nicht direkt an kalten Außenmauern. Ein Stadl oder Dachboden, der gut durchlüftet ist und kein Wasser abbekommt, ist für den Nagekäfer wenig attraktiv.
Räumen Sie Dachboden oder Stadl ohnehin aus, ist das ein guter Moment für eine Kontrolle aller Balken. Tipps zum Ausräumen von Nebengebäuden finden Sie in Garage, Gartenhaus und Stadl entrümpeln, Firmen dafür unter Entrümpelung in Niederösterreich.
Betriebe für Holzwurmbekämpfung finden →
An frischem, hellem Bohrmehl, das immer wieder aus den Löchern rieselt, und an Löchern mit hellen, scharfen Rändern. Legen Sie dunkles Papier unter das Holz und prüfen Sie nach ein bis zwei Wochen, ob neues Mehl liegt.
Die Ausfluglöcher des Gemeinen Nagekäfers haben laut dem deutschen Umweltbundesamt etwa 1 bis 2 Millimeter Durchmesser.
Wärme ist die schonendste Methode: Kleine Objekte werden mehrere Stunden auf 55 °C erhitzt, meist in der Wärmekammer eines Fachbetriebs. Flüssige Holzwurmmittel wirken auch, sind aber giftig und können Farbe verändern.
Ein lange aktiver Befall kann tragende Balken schwächen. Lassen Sie die Tragfähigkeit von einem Zimmerer oder Statiker prüfen und die Behandlung von einem Fachbetrieb durchführen.
Je nach Wetter von März bis August, meistens von Mai bis Juli. In dieser Zeit legen die Käfer ihre Eier, gern in das Holz, aus dem sie selbst geschlüpft sind.
Holz trocken halten: undichte Stellen beheben, bei kühlem und trockenem Wetter lüften, Holzböden nur nebelfeucht wischen und Möbel nicht an kalte, feuchte Außenmauern stellen.
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