AAndrea
Kennt wer eine Putzerei rund um Mistelbach, die auch Vorhänge nimmt?
Grüne Schleier an der Nordseite, dunkle Streifen unter den Fenstern: Viele Fassaden sehen nach einigen Jahren müde aus. Woher die Beläge kommen und wie Sie Ihre Fassade reinigen, ohne den Putz zu beschädigen.
Grüne Beläge an der Fassade sind meist Algen und Pilze, die auf dauerhaft feuchten Flächen wachsen, besonders bei gedämmten Fassaden an der Nord- und Wetterseite. Gereinigt wird schonend mit wenig Druck, passendem Reiniger und gründlichem Nachspülen. Hochdruck aus der Nähe kann Putz und Dämmung beschädigen. Bei großen Flächen und in der Höhe ist ein Fachbetrieb die sichere Wahl.
Ein Einfamilienhaus in Niederösterreich, zehn Jahre nach der Sanierung: Die Südseite ist hell, die Nordseite grünlich, und unter den Fensterbänken ziehen sich dunkle Streifen. Solche Beläge sind häufig und hängen mit Feuchtigkeit zusammen. Mit schonender Reinigung bekommen Sie sie in den Griff.
Algen und Pilze wachsen dort, wo eine Oberfläche lange feucht bleibt. Das deutsche Umweltbundesamt beschreibt den Zusammenhang bei Wärmedämmverbundsystemen so: Die Dämmung senkt die Oberflächentemperatur der Fassade, es bildet sich Tauwasser, und damit entsteht eine Grundlage für mikrobielles Wachstum. Algen und Pilze bilden dann grüne oder gräuliche Beläge.
Begünstigt wird das durch:
Quelle: Umweltbundesamt (Deutschland), Wärmedämmverbundsysteme, abgerufen 10/2026
Bevor Sie reinigen, schauen Sie genau hin. Grüne bis graugrüne, abwischbare Beläge sind meist Algen. Schwarze Punkte können Pilze sein. Graue Streifen unter Fenstern sind oft einfach Schmutz, der mit dem Regen abläuft. Abblätternder Anstrich, Risse oder hohl klingende Stellen sind dagegen ein Fall für den Maler oder Baumeister, nicht für die Reinigung.
Fragen Sie sich auch, welcher Untergrund vorhanden ist: mineralischer Putz, Kunstharzputz, Wärmedämmverbundsystem, Klinker oder Holz. Danach richten sich Druck, Wassermenge und Reinigungsmittel.
Der häufigste Fehler ist zu viel Druck aus zu geringem Abstand. Ein harter Wasserstrahl kann Putzoberflächen aufrauen, Fugen ausspülen und bei gedämmten Fassaden die dünne Deckschicht beschädigen. Dann dringt Wasser ein, und die Fläche verschmutzt danach sogar schneller. Arbeiten Sie mit niedrigem Druck, breiter Düse und großem Abstand, oder mit weicher Bürste und Gartenschlauch.
Bewährt hat sich ein Ablauf in drei Schritten:
Mittel gegen Algen und Pilze enthalten oft Biozide. Halten Sie sich genau an die Gebrauchsanweisung, decken Sie Pflanzen ab und achten Sie darauf, dass das Spülwasser nicht in einen Teich oder Bach läuft.
Viele Putze und Fassadenfarben sind ab Werk mit bioziden Wirkstoffen ausgerüstet. Laut einer vom Umweltbundesamt beauftragten Studie kann ihr Gehalt in der Deckschicht in den ersten vier Jahren um bis zu 90 Prozent abnehmen, die Wirkstoffe werden also mit dem Regen ausgewaschen. Das Amt empfiehlt deshalb, Fassaden nicht grundsätzlich, sondern gezielt im Bedarfsfall auszurüsten. Für Sie heißt das: Ein neuer Anstrich mit Algenschutz ist kein Dauerschutz, und baulich etwas gegen die Feuchte zu tun bringt oft mehr.
Eine niedrige Gartenmauer oder den Sockel eines Bungalows können geübte Heimwerker selbst reinigen. Bei zweigeschoßigen Fassaden, Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten und bei gedämmten Fassaden ist ein Betrieb für Fassadenreinigung meist die bessere Wahl. Er bringt Hebebühne oder Gerüst, die passende Technik und Erfahrung mit verschiedenen Untergründen mit.
Was eine Fassadenreinigung kostet, hängt von Fläche, Höhe, Zugänglichkeit, Verschmutzung und davon ab, ob nachträglich ein Schutzanstrich aufgebracht wird. Seriöse Betriebe sehen sich die Fassade vor dem Angebot an. Bitten Sie um eine Aufstellung nach Fläche, Gerät und Mittel und vergleichen Sie mindestens zwei Angebote; die Checkliste für die Besichtigung hilft dabei. Betriebe finden Sie zum Beispiel in St. Pölten, Wiener Neustadt und Schwechat. Bei Wohnhausanlagen ist oft die Hausbetreuung der erste Ansprechpartner.
Tipp: Reinigen Sie die Fassade nicht bei Frost oder in praller Mittagssonne. Bei Frost kann Wasser in feinen Rissen gefrieren, in der Sonne trocknen Reiniger zu schnell ein und hinterlassen Flecken.
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Grüne Beläge sind meist Algen und Pilze, die auf dauerhaft feuchten Oberflächen wachsen. Bei gedämmten Fassaden kühlt die Oberfläche stärker ab, es bildet sich Tauwasser; Nord- und Wetterseiten, Bewuchs an der Wand und kurze Dachüberstände verstärken das.
Nur mit niedrigem Druck, breiter Düse und großem Abstand. Ein harter Strahl kann Putz aufrauen, Fugen ausspülen und die Deckschicht von Wärmedämmverbundsystemen beschädigen.
Fassadenreiniger von unten nach oben auftragen, nach Anleitung einwirken lassen und von oben nach unten mit viel Wasser und wenig Druck abspülen. Pflanzen abdecken und Spülwasser nicht in Gewässer leiten.
Das hängt von Fläche, Höhe, Zugänglichkeit, Untergrund und Verschmutzung ab und ob ein Schutzanstrich dazukommt. Lassen Sie den Betrieb die Fassade vorher besichtigen und vergleichen Sie mindestens zwei schriftliche Angebote.
Das hängt vor allem davon ab, wie schnell sie wieder trocknet. Bewuchs an der Wand, undichte Rinnen und fehlende Tropfkanten lassen Algen schneller zurückkommen; ein Anstrich mit Biozid wirkt nicht dauerhaft.
Bei trockenem, mildem Wetter im Frühjahr oder Herbst, nicht bei Frost und nicht in praller Sonne.
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